Es reicht nicht aus, einen Rauchmelder zu kaufen. Um eine optimale Funktion zu gewährleisten, müssen Sie sichergehen, dass die Rauchmelder in Ihrer Wohnung auch richtig angebracht werden.

Einerseits müssen Siealso den Anbringungsort beachten, andererseits müssen Sie ebenso die richtige Installation befolgen.

In welchen Räumen sollte man einen Rauchmelder anbringen?

In denjenigen Bundesländern die eine Rauchmelderpflicht eingeführt haben, wird zumindest verlangt, dass in jedem Schlafzimmer, im Kinderzimmer sowie im Flur jeweils ein Rauchmelder angebracht wird. Durch eine Montage von Rauchmeldern in diesen Räumlichkeiten wird zumindest ein Mindestschutz gewährleistet.

Badezimmer, Küche und Garage müssen jedoch nicht mit einem Rauchmelder ausgestattet werden. Das hat gute Gründe: Wasserdampf, Rauch aus der Küche und Garagenstaub würden zu vielen Fehlalarmen führen. Alternativ könnte man jedoch Hitze- oder Flammenmelder sowie spezielle küchentaugliche Rauchmelder verwenden.

Wo im Raum wird ein Rauchmelder angebracht?

Du hast also die Räume festgelegt, in denen du die Rauchmelder installieren wirst. Wie werden die Geräte aber richtig angebracht?

Beachte folgende Punkte bei der Anbringung der Rauchmelder:

  1. Installieren Sie den Rauchmelder immer an der Zimmerdecke, nicht an der Wand, da der Rauch nach oben steigt.
  2. Der Rauchmelder wird am besten in der Raummitte montiert und befindet sich idealerweise mindestens 50 cm von den Wänden entfernt sein
  3. Er sollte sich außerdem in waagrechter Position befinden, ansonsten besteht die Gefahr, dass der Rauch einfach durchzieht, ohne einen Alarm auszulösen
  4. Bei Dachschrägen muss der Melder ebenfalls waagrecht installiert werden. Neigungen bis zu 20 Grad sind jedoch möglich
  5. Auch solltest du den Rauchmelder bei Dachschrägen mit einem Winkel von über 20 Grad, nicht in der Dachmitte anbringen. Es könnte sich ein Wärmepolster bilden, der verhindert, dass Rauch eindringt. Empfohlen wird die Installation mindestens 0,5 Meter und maximal 1 Meter entfernt von der Deckenspitze.
  6. Außerdem sollten Räume mit starker Zugluft und Lüftungsschächte vermieden werden
  7. Beachten Sie bei L-förmigen Räumen mit bis zu 60m2, dass der Rauchmelder in der Mitte der Gehrungslinie des Ls angebracht wird. Ist der L-förmige Raum größer als 60m2 sollte jeder Schenkel als eigenständiger Raum betrachtet werden und in jedem Schenkel ein Rauchmelder installiert werden.

Wer zahlt den Einbau? Vermieter oder Mieter?

In den meisten Bundesländern gilt, dass für den Einbau der Rauchwarnmelder  der Bauherr bzw. Eigentümer der Wohnung oder des Haus verantwortlich ist.  Die gesetzliche Wartungspflicht liegt meistens ebenfalls beim Haus- bzw. Wohnungseigentümer. In manchen Bundesländern wird jedoch auch dem Mieter die Wartung übertragen, falls der Eigentümer diese Verpflichtung nicht nachkommt.

Wie lange ist die Lebensdauer eines Rauchmelders?

Rauchmelder sollten nach maximal 10 Jahren ausgetauscht werden. Ein Rauchmelder gibt mit einem Signalton zu erkennen, wenn ein Batteriewechsel ansteht. Außerdem sollte man öfters selbst überprüfen, ob das Gerät noch funktionsfähig ist. Dazu sollte man zumindest einmal im Monat den Testknopf drücken.

Rauchmelder mit Langzeitbatterien (Lithiumbatterien) können normalerweise 10 Jahre lange durchgehend im Betrieb bleiben, ohne dass die Batterie ausgetauscht werden muss. Nach Ablauf dieser Zeit sollten Sie jedoch nicht die Batterie wechseln, sondern gleich den gesamten Rauchmelder entsorgen.